Artikel dieser Rubrik

  • Brandneue Mythen Mein Name sei Gnoi - eine Produktion für Jugendliche und Erwachsene

    AKTUELL
    So 14. Juni 2020 um 18 Uhr im ArTik, Haslacherstraße 43/25, 79115 Freiburg
    Fr 19. Juni 2020 um 18 Uhr im JATZ Jugendhaus Altes Thermalbad Zähringen, Lameystraße 4, 79108 Freiburg
    Sa 4. Juli 2020 um 18 Uhr im Jos Fritz Café, Wilhelmstraße 17, 79098 Freiburg im Rahmen der Ausstellung "Freiburger_innen (un-)sichtbar?" von FLUSS e.V.
    So 12. Juli 2020 um 18 Uhr im Stadtraum Freiburg (wird noch bekannt gegeben)

    mehr Informationen

    Früher haben wir uns mit Mythen verständlich gemacht. Heute fehlen uns die Worte für den unendlichen Hass auf uns selbst, auf das, was wir aus uns gemacht haben, für die krasse Selbstverachtung. Wir fallen uns selbst zur Last, verstricken uns in uns selbst und ersticken daran fast.
    Und doch: Wir sind immer noch mythisch. Schwanken pausenlos zwischen Heldentum und Elend. Inhaltlich konzentrieren wir uns auf heranwachsende Personen in Tempests Gedicht, die auf der Schwelle von Jugend zur Erwachsenenwelt stehen mit ihren individuellen Kämpfen um eine eigene Identität ringen, um ein Selbstverständnis, um einen Platz in der Welt. Aus welchen Geschichten schöpfen sie?

    Die antiken Götter von heute leben überall, auch in Freiburg. Sie leben individuelle Geschichten und jede ist es Wert auf ihre Art wie ein Mythos gelesen zu werden. Holen wir die Götter vom Himmel, die Märchenwesen aus ihren Schlössern und Höhlen, die Sagengestalten vom Thron und setzen ihnen unsere Realität entgegen, in der jede(r) Einzelne ein Mythos ist. Inspiriert durch den Theatertext "Prinzip Katamaran" des Theaterkollektivs RaumZeit, in dem es um das Erfinden einer eigenen Identität als "Gnoi" geht, werden Jugendliche ermutigt, eine eigene Identität zu finden. Neue mythische Erzählungen schenken dem eigenen Leben eine überindividuelle Kraft, sich selbst und die eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen und sich selbst in einen gesellschaftlichen Zusammenhang einzubetten.

    Im Baden-Württembergischen Literatursommer 2020 in Produktionskooperation mit Radio Dreyeckland und GeJOdome.

  • Good Bye Gender Eine interaktive Produktion mit queeren Freiburger_innen

    Ziel ist die Präsentation eines Hörspiels im öffentlichen Raum mit dem Titel "goodbye gender", in dem die Identitäten der jugendlichen Projektteilnehmer*innen Thema sind. Junge Leute, die sich in der Zweigeschlechtlichkeit eingezwängt fühlen und dafür Vorbilder suchen sind eingeladen ihre eigenen Geschichten zu bauen. Innerhalb einer geschützten Gruppe findet ein Austausch statt über Geschlechteridentitäten und nonbinäre Selbstdefinitionen und die Hürden der gesellschaftlichen Anerkennung. Die Gruppe lernt sich kennen und liest gemeinsam mit der transgender-Theatertrainer*in Nic* Reitzenstein den Text "goodbye gender". Wir suchen Schnittstellen der Erfahrungshorizonte. Die Biografien sind schon im jungen Alter von Ausgrenzungen, Diskriminierungen und Selbstzweifeln, nicht richtig zu sein, geprägt. Aber auch von positiven Momenten, in denen die eigene homosexuelle oder transgender Identität Anerkennung gefunden hat und auf Gegenliebe gestoßen ist. Diese Gruppe ist ein safer space für lesbisch-schwul-trans* Jugendliche, die sich ihren eigenen Weg in der Gesellschaft suchen (müssen), weil es wenige Vorbilder gibt. Beziehungen, die in guten Familien unterstützend sind, fallen manchmal weg, weil Angehörige überfordert sind. Aus geteilten Erfahrungen und den Texten soll ein Hörstück entstehen, das die Jugendlichen selbst einsprechen und schneiden. Das Stück wird öffentlich aufgeführt

    Wir erwarten eine gute Resonanz in Schulen, Interesse bei pädagogischen Angestellten, Sozialarbeitenden in Jugenzentren und bei Eltern und anderen Jugendlichen. Das Thema sexuelle Vielfalt ist im Ba-Wü-Bildungsplan verankert, wird jedoch oftmals im Schulalltag nicht umgesetzt. Wir möchten mit dem Hörstück einen leichten, authentischen Zugang schaffen.

    mehr Informationen

    Im Rahmen der Baden-Württembergischen Tagung zu LSBTTIQ wurde rückgemeldet, dass der Bildungsplan zu geschlechtlicher Vielfalt an Schulen oft nicht umgesetzt wird, weil Lehrer_innen vor dem Thema zurückschrecken oder überfordert sind. Die heranwachsenden Jugendlichen, die sich nicht binär identifizieren, das heißt nicht
    eindeutig dem weiblichen oder männlichen Geschlecht zugehörig fühlen, fordern oftmals selbst geschützte Räume oder eine dritte Toilette in der Schule ein. Darüber kommt das lesbische und schwule Begehren durch die Hintertür der trans-Identitäten an die Institutionen. Wir sehen, dass Jugendliche selbst die Themen angehen.

    Im Rahmen der Produktion "Goodbye Gender" entsteht ein geschützter Rahmen für die offene Jugendgruppe, in dem sie - getragen von der Publikation "Goodbye Gender" - einen empowernden, offenen Umgang mit ihrer eigenen Identität und ihrem Begehren entwickeln, das sich jenseits von (zwangs-)heterosexuellen Normen befindet. Dabei kann durch die Alltagserzählungen ein utopischer Raum entstehen, in dem Geschlecht keine Rolle mehr spielt: "Goodbye Gender" soll diesen Raum eröffnen - mit einem ergebnisoffenen Ausgang.
    Abhängig von den Teilnehmenden und ihren Bedürfnissen kann ein ganz unterschiedliches Stück dabei herausgekommen. Durch das Medium Hörstück/Radio steht die stimmliche Präsenz im Vordergrund - das Aussehen und oftmals damit verbundene Irritationen sind sekundär, bzw. nicht relevant. Das bietet einen Schutzraum, um sich zu entfalten, zu experimentieren und um vor einem künstlerischen Hintergrund die eigene - oft den Alltag beschwerende und existenziell beschränkende - Erfahrungen von Ablehnung im eigenen Leben hinter sich zu lassen und mit der Leichtigkeit einer geteilten Fiktion zu füllen.

    Gefördert durch Fonds Soziokultur

  • Kinderhörspiele Projektwoche Hörspielworkshop Karlschule Freiburg

    In der Projektwoche vom 21.-25. November 2017 in der Karlschule Freiburg im Rahmen der Kooperationsimpulse des Kulturamts Freiburg sind vier Hörspiele entstanden. Am 2. Dezember 2016 haben wir sie im Kommunalen Kino im Alten Wiehrebahnhof Freiburg präsentiert, zusammen mit den Kurzfilmen von Johanna Metzler und dem Buchprojekt von Birgit Güde aus dem Literaturbüro Freiburg derselben Projektwoche.

    mehr Informationen

    Programmzettel Hörspiele der Kinder

    im Kommunalen Kino Freiburg am 2. Dezember 2016

    Projektwoche der Karlschule zum Thema Hörspiel vom 21.-25. November 2016

    Präsentation der Hörspiele im Kommunalen Kino im Alten Wiehre Bahnhof Freiburg

    Es gab 13 Kinder im Projekt „Hörspiel“.
    Künstlerinnen Hörspiel: Nic* Reitzenstein und Jenny Warnecke

    Hörspiel 1
    „Feuerwehrmann Sam“
    am 21.11.2016 von und mit allen Hörspielkindern
    Länge: 2’ 43’’
    Eine Rettung mit Hindernissen.
    Link zum Hörspiel auf der Homepage der Karlschule Freiburg

    Hörspiel 2
    „Die Samsseuche“
    von Elias, Gerrit, Linus und Nils
    Länge: 4’ 43’’
    Günther Martin wird von einer Seuche angefallen. Gibt es für ihn eine Heilung?
    Link zum Hörspiel auf der Homepage der Karlschule Freiburg

    Hörspiel 3
    „Das Riesenweihnachtsfest“
    von Noah, Luca, Dawud, Matthis und Felix
    Länge: 2’ 55’’
    Das Weihnachtsfest im Schloss weckt den Riesen. Aber die Ritter Kulibart und Eselohr haben einen Plan.
    Hörspiel zum Anhören

    Hörspiel 4
    „Planet der tausend Farben“
    von Erik, Viyan, David, Janis und Nils als Erzähler
    Länge: 6’ 11’’
    Die Astronauten wollen Regenbögen vom Planet der tausend Farben klauen. Können die Außerirdischen Yrgna und Knmm das verhindern?
    Hörspiel zum Anhören

    Hörspiel-Preis für das Theaterkollektiv RaumZeit
    das Hörnixchen von Radio T in Chemnitz 2017

  • Der Bus von Rosa Parks

    AKTUELL
    HörNixchen, 2. Platz der Kategorie Kinderhörspiel auf der Chemnitzer Hörspielinsel 2016

    Der Bus von Rosa Parks mit Kindern der Karoline Kaspar-Grundschule in Freiburg

    Am 1. Dezember 1955 weigerte sich Rosa Parks in einem Bus in Montgomery, Alabama aufzustehen, um einem weißen Mann Platz zu machen. Damit wurde die einfache Schneiderin zur Vorkämpferin der Rechte von Schwarzen. Ihre Verhaftung im Bus führte zu einem Bus-Boykott der schwarzen Bevölkerung, der über ein Jahr anhielt, bis das Gesetz über die räumliche Trennung von Schwarzen und Weißen im Bus aufgehoben wurde.

    mehr Informationen

    Die Schüler_innen der Karoline Kaspar-Schule in Freiburg machen ein Hörstück aus der Geschichte von Rosa Parks und ihrem NEIN und darüber, was wir von ihr lernen können. Im Hörstück setzen wir uns mit dem Thema Rassismus und Ausgrenzung auseinander. Es geht um den Mut, sich mit anderen zusammen zu tun, um Ungerechtigkeiten zu überwinden.

    Hörstück nach Vorlage des Kinderbuchs: DER BUS VON ROSA PARKS von Fabrizio Silei und Maurizio A.C. Quarello mit freundlicher Genehmigung des Verlags Jacoby und Stuart in Berlin.

    Textbearbeitung: Jenny Warnecke
    Regie: Nic Reitzenstein
    Aufnahme: Citysound Studio

    Danke an die Sparkasse Nördlicher Breisgau für die finanzielle Unterstützung.

    Holbeinpferdchen-Stencil von Jenny Warnecke Freiburg Dezember 2015
  • Sexxonautix Ein antiheteronormatives Delirierspiel als musikalische Resignifizierung der Lust

    Ein Wesen landet auf dem heteronormativen Planeten Erde und schaut durchs Schlüsselloch. Suchend watet es durch die Außerdems – rechts und links der bipolaren Weltaufteilung und nähert sich einem Liebessubjekt mit dem eine körperliche Verschmelzung möglich wird. Dieses Subjekt bringt die Annäherung auf die Formel „Geben und Hingeben“ und philosophiert über Lust-freisetzende Anziehungskräfte. Als digitaler Androidenseismograph kartografiert es den Liebesleib. Gezuckert wird das Begehren mit glamourösen Versatzstücken aus nackten Körperteilen, klugen Klängen und schlichter Wolllust. Die Vereinigung dieser intergalaktischen Affäre führt direkt zurück zum Urknall.

    Sexxonautix - Hörstück 2016

    Das Hörstück Sexxonautix wurde auf den 14. Leipziger Hörspielsommer am 8. Juli 2016 um 18.30 Uhr präsentiert.
    Hier gehts zur Ankündigung: Sexxonautix

    Stimme: Nic* Reitzenstein
    Text: Jenny Warnecke & Nic* Reitzenstein
    Beatbox: Burkhard Finckh