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  • Das Gesetz der Schwerkraft Queeres Jugendstück als Live-Hörspiel

    AKTUELL

    Sa 26. + So 27. September 2020 um 20 Uhr Live-Hörspiel

    Open Air Bühne im Luftschloss, Arne-Torgersen-Straße 24, Projekt im Mietshäuer Syndikat, 79115 Freiburg und im Livestream über Twitch.tv/Radiodreyeckland

    Dom und Fred hängen zusammen ab. Fred ist neu im Kaff. Dom weiß schon, welche Fettnäpfe da lauern. Beide sind Außenseiter, anders, das macht die Sache nicht leichter. Sie kämpfen mit sich selbst und um die Anerkennung von außen. Auf der Klippe hinter dem Müllplatz kann man die Lichter der Großstadt sehen...
    Coming out of Age in queer als Live-Hörspiel mit Comicstrips.
    Achtung: Nicht nur für Erwachsene! - Jugendliche ab 14 Jahren willkommen.
    Eintrittsspende: Jugendliche 3€ / Erwachsene 6€ oder Solipreis 10€
    Aufgrund von Covid-19 bitten wir um Anmeldung per Email: hauptquartier theaterkollektiv-raumzeit.de

    Projektleitung: Jenny Warnecke
    Schauspiel: Nic* Reitzenstein & Ilja Baumeier
    Regie: Nic* Reitzenstein | Outside-Eye: Kaija Ledergerber
    Illustrationen: Jimmy Cirkeline Søhus |Sound: Lizlou
    Text: Olivier Sylvestre im Theaterstückverlag München in der Übersetzung aus dem Französischen (Quebec) von Sonja Finck
    Technik: Sön, Kamera: Lara Moseler
    Grafik: Sonja Neumeier

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    Das Stück des kanadischen Autors Olivier Sylvestre setzt sich kritisch mit dem heteronormativ geprägten Gesellschaftsbild auseinander. Freundschaft und Akzeptanz, ebenso das Anderssein und die Selbstfindung werden hier thematisiert.
    Es ist die Geschichte von Dom und Fred, zwei 14-Jährigen, die verschiedener und gleichartiger nicht sein könnten. Dom, der als Mädchen geboren wurde, sich aber gerne wie ein Junge kleidet, lehnt das gesamte Konzept von Geschlechterrollen ab. Fred, der durchweg homosexuelle Tendenzen zeigt, will einfach nur ein „normaler“ Junge sein. Beide schmieden den Plan, die Kleinstadt, in der sie wohnen, zu verlassen, die Brücke zu überqueren, die sie in eine utopische Großstadt und zur Erfüllung ihrer Wünsche führen soll. Ihr Weg dorthin ist geprägt von Diskriminierung, Ausgrenzung und falschen Freunden. Trotzdem legen sie ihn zurück. Gemeinsam überschreiten sie die Brücke, die so viel mehr bedeutet, als einfach nur die Überquerung eines Gewässers. Obwohl nie ein Wort wie schwul oder transgender im Stück explizit genannt wird, sind sie dennoch implizit omnipräsent. Dadurch werden die elementaren Fragen aufgeworfen: Muss man der Norm entsprechen um
    akzeptiert zu werden? - Und was ist überhaupt die Norm? Ohne schulmeisterlich zu referieren, gelingt es Sylvestre eine differenzierte Auseinandersetzung mit der aktuellen Thematik.

    In „Gesetz der Schwerkraft“ geht es um die beiden Teenager Dom, die_der sich selbst als Transgender bezeichnet und Fred, schwul und um die Anerkennung in der Klasse kämpfend. Beide verbindet eine tiefe, aber nicht unkomplizierte Freundschaft. Sie stoßen an die Toleranzgrenzen ihrer Umgebung, werden gemobbt und empowern sich gegenseitig. Sie stehen gegen alle Widrigkeiten ihres sozialen Umfelds zusammen. Die akustische Untermalung der szenischen Profi-Lesung wird live ins Radio übertragen und kann auch über Twich gestreamt werden.

    Zielgruppe sind vor allem Jugendliche im Alter von 14-18 Jahren, die sich in diesem Alter selbst in einer Phase der Selbstfindung befinden. Fragen “Wer bin ich”, “Wie muss ich sein”, “Was ist normal und was nicht” stellen sich automatisch. Dazugehören spielt eine große Rolle, so dass sich die beiden jugendlichen Protagonist*innen an heteronormativen und binären Rollen orientieren, bzw. sich an den an sie gestellten Erwartungen abarbeiten. Wer anders ist und sich anders fühlt weiß oft nicht wie sie_er dies ausdrücken oder leben soll. Sie_er versteckt sich und versucht sich anzupassen, oft so nachhaltig, dass die eigene Identität und sexuelle Neigung jenseits der konventionellen Vorstellung in extremen Fällen ein Leben lang unterdrückt wird. In der Pubertät werden dazu nochmals die Weichen gelegt. Deswegen ist es wichtig, dass junge Leute sehen, dass sie anders sein dürfen. Das Theaterstück öffnet diese Tür.

    In Kooperation mit der Feministischen Geschichtswerkstatt. Die FemWerkstatt erforscht, archiviert und veröffentlicht Geschichten der Stadt aus Sicht von Frauen* und mit feministischem Blick. Dabei geht es uns besonders um die Geschichte vor Ort – in Freiburg und der Region. Und in Kooperation mit Radio Dreyeckland.

    Das Projekt wird gefördert im Rahmen von Kultur Sommer 2020 des Landes Baden-Württemberg

  • Brandneue Mythen Mein Name sei Gnoi - eine Produktion für Jugendliche und Erwachsene

    Coronabedingt verschoben ins Jahr 2021

    Früher haben wir uns mit Mythen verständlich gemacht. Heute fehlen uns die Worte für den unendlichen Hass auf uns selbst, auf das, was wir aus uns gemacht haben, für die krasse Selbstverachtung. Wir fallen uns selbst zur Last, verstricken uns in uns selbst und ersticken daran fast.
    Und doch: Wir sind immer noch mythisch. Schwanken pausenlos zwischen Heldentum und Elend. Inhaltlich konzentrieren wir uns auf heranwachsende Personen in Tempests Gedicht, die auf der Schwelle von Jugend zur Erwachsenenwelt stehen mit ihren individuellen Kämpfen um eine eigene Identität ringen, um ein Selbstverständnis, um einen Platz in der Welt. Aus welchen Geschichten schöpfen sie?

    Die antiken Götter von heute leben überall, auch in Freiburg. Sie leben individuelle Geschichten und jede ist es Wert auf ihre Art wie ein Mythos gelesen zu werden. Holen wir die Götter vom Himmel, die Märchenwesen aus ihren Schlössern und Höhlen, die Sagengestalten vom Thron und setzen ihnen unsere Realität entgegen, in der jede(r) Einzelne ein Mythos ist. Inspiriert durch den Theatertext "Prinzip Katamaran" des Theaterkollektivs RaumZeit, in dem es um das Erfinden einer eigenen Identität als "Gnoi" geht, werden Jugendliche ermutigt, eine eigene Identität zu finden. Neue mythische Erzählungen schenken dem eigenen Leben eine überindividuelle Kraft, sich selbst und die eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen und sich selbst in einen gesellschaftlichen Zusammenhang einzubetten.

    Im Baden-Württembergischen Literatursommer 2020 in Produktionskooperation mit Radio Dreyeckland und GeJOdome.

    Ursprünglich geplante Termine
    So 14. Juni 2020 um 18 Uhr im ArTik, Haslacherstraße 43/25, 79115 Freiburg
    Fr 19. Juni 2020 um 18 Uhr im JATZ Jugendhaus Altes Thermalbad Zähringen, Lameystraße 4, 79108 Freiburg
    Sa 4. Juli 2020 um 18 Uhr im Jos Fritz Café, Wilhelmstraße 17, 79098 Freiburg im Rahmen der Ausstellung "Freiburger_innen (un-)sichtbar?" von FLUSS e.V.

  • ENTFÄLLT auf Grund von CORONA Good Bye Gender Eine interaktive Produktion mit queeren Freiburger_innen

    Ziel ist die Präsentation eines Hörspiels im öffentlichen Raum mit dem Titel "goodbye gender", in dem die Identitäten der jugendlichen Projektteilnehmer*innen Thema sind. Junge Leute, die sich in der Zweigeschlechtlichkeit eingezwängt fühlen und dafür Vorbilder suchen sind eingeladen ihre eigenen Geschichten zu bauen. Innerhalb einer geschützten Gruppe findet ein Austausch statt über Geschlechteridentitäten und nonbinäre Selbstdefinitionen und die Hürden der gesellschaftlichen Anerkennung. Die Gruppe lernt sich kennen und liest gemeinsam mit der transgender-Theatertrainer*in Nic* Reitzenstein den Text "goodbye gender". Wir suchen Schnittstellen der Erfahrungshorizonte. Die Biografien sind schon im jungen Alter von Ausgrenzungen, Diskriminierungen und Selbstzweifeln, nicht richtig zu sein, geprägt. Aber auch von positiven Momenten, in denen die eigene homosexuelle oder transgender Identität Anerkennung gefunden hat und auf Gegenliebe gestoßen ist. Diese Gruppe ist ein safer space für lesbisch-schwul-trans* Jugendliche, die sich ihren eigenen Weg in der Gesellschaft suchen (müssen), weil es wenige Vorbilder gibt. Beziehungen, die in guten Familien unterstützend sind, fallen manchmal weg, weil Angehörige überfordert sind. Aus geteilten Erfahrungen und den Texten soll ein Hörstück entstehen, das die Jugendlichen selbst einsprechen und schneiden. Das Stück wird öffentlich aufgeführt

    Wir erwarten eine gute Resonanz in Schulen, Interesse bei pädagogischen Angestellten, Sozialarbeitenden in Jugenzentren und bei Eltern und anderen Jugendlichen. Das Thema sexuelle Vielfalt ist im Ba-Wü-Bildungsplan verankert, wird jedoch oftmals im Schulalltag nicht umgesetzt. Wir möchten mit dem Hörstück einen leichten, authentischen Zugang schaffen.

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    Im Rahmen der Baden-Württembergischen Tagung zu LSBTTIQ wurde rückgemeldet, dass der Bildungsplan zu geschlechtlicher Vielfalt an Schulen oft nicht umgesetzt wird, weil Lehrer_innen vor dem Thema zurückschrecken oder überfordert sind. Die heranwachsenden Jugendlichen, die sich nicht binär identifizieren, das heißt nicht
    eindeutig dem weiblichen oder männlichen Geschlecht zugehörig fühlen, fordern oftmals selbst geschützte Räume oder eine dritte Toilette in der Schule ein. Darüber kommt das lesbische und schwule Begehren durch die Hintertür der trans-Identitäten an die Institutionen. Wir sehen, dass Jugendliche selbst die Themen angehen.

    Im Rahmen der Produktion "Goodbye Gender" entsteht ein geschützter Rahmen für die offene Jugendgruppe, in dem sie - getragen von der Publikation "Goodbye Gender" - einen empowernden, offenen Umgang mit ihrer eigenen Identität und ihrem Begehren entwickeln, das sich jenseits von (zwangs-)heterosexuellen Normen befindet. Dabei kann durch die Alltagserzählungen ein utopischer Raum entstehen, in dem Geschlecht keine Rolle mehr spielt: "Goodbye Gender" soll diesen Raum eröffnen - mit einem ergebnisoffenen Ausgang.
    Abhängig von den Teilnehmenden und ihren Bedürfnissen kann ein ganz unterschiedliches Stück dabei herausgekommen. Durch das Medium Hörstück/Radio steht die stimmliche Präsenz im Vordergrund - das Aussehen und oftmals damit verbundene Irritationen sind sekundär, bzw. nicht relevant. Das bietet einen Schutzraum, um sich zu entfalten, zu experimentieren und um vor einem künstlerischen Hintergrund die eigene - oft den Alltag beschwerende und existenziell beschränkende - Erfahrungen von Ablehnung im eigenen Leben hinter sich zu lassen und mit der Leichtigkeit einer geteilten Fiktion zu füllen.

    Die Förderung musste zurückgegeben werden, weil die Durchführung eines interaktiven Projekts nicht wie geplant stattfinden konnte.
    Für die Förderzusage danken wir trotzdem dem Fonds Soziokultur.
    Ursprünglich geplant für April-Juli 2020.

  • Kinderhörspiele Projektwoche Hörspielworkshop Karlschule Freiburg

    In der Projektwoche vom 21.-25. November 2017 in der Karlschule Freiburg im Rahmen der Kooperationsimpulse des Kulturamts Freiburg sind vier Hörspiele entstanden. Am 2. Dezember 2016 haben wir sie im Kommunalen Kino im Alten Wiehrebahnhof Freiburg präsentiert, zusammen mit den Kurzfilmen von Johanna Metzler und dem Buchprojekt von Birgit Güde aus dem Literaturbüro Freiburg derselben Projektwoche.

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    Programmzettel Hörspiele der Kinder

    im Kommunalen Kino Freiburg am 2. Dezember 2016

    Projektwoche der Karlschule zum Thema Hörspiel vom 21.-25. November 2016

    Präsentation der Hörspiele im Kommunalen Kino im Alten Wiehre Bahnhof Freiburg

    Es gab 13 Kinder im Projekt „Hörspiel“.
    Künstlerinnen Hörspiel: Nic* Reitzenstein und Jenny Warnecke

    Hörspiel 1
    „Feuerwehrmann Sam“
    am 21.11.2016 von und mit allen Hörspielkindern
    Länge: 2’ 43’’
    Eine Rettung mit Hindernissen.
    Link zum Hörspiel auf der Homepage der Karlschule Freiburg

    Hörspiel 2
    „Die Samsseuche“
    von Elias, Gerrit, Linus und Nils
    Länge: 4’ 43’’
    Günther Martin wird von einer Seuche angefallen. Gibt es für ihn eine Heilung?
    Link zum Hörspiel auf der Homepage der Karlschule Freiburg

    Hörspiel 3
    „Das Riesenweihnachtsfest“
    von Noah, Luca, Dawud, Matthis und Felix
    Länge: 2’ 55’’
    Das Weihnachtsfest im Schloss weckt den Riesen. Aber die Ritter Kulibart und Eselohr haben einen Plan.
    Hörspiel zum Anhören

    Hörspiel 4
    „Planet der tausend Farben“
    von Erik, Viyan, David, Janis und Nils als Erzähler
    Länge: 6’ 11’’
    Die Astronauten wollen Regenbögen vom Planet der tausend Farben klauen. Können die Außerirdischen Yrgna und Knmm das verhindern?
    Hörspiel zum Anhören

    Hörspiel-Preis für das Theaterkollektiv RaumZeit
    das Hörnixchen von Radio T in Chemnitz 2017

  • Der Bus von Rosa Parks

    AKTUELL
    HörNixchen, 2. Platz der Kategorie Kinderhörspiel auf der Chemnitzer Hörspielinsel 2016

    Der Bus von Rosa Parks mit Kindern der Karoline Kaspar-Grundschule in Freiburg

    Am 1. Dezember 1955 weigerte sich Rosa Parks in einem Bus in Montgomery, Alabama aufzustehen, um einem weißen Mann Platz zu machen. Damit wurde die einfache Schneiderin zur Vorkämpferin der Rechte von Schwarzen. Ihre Verhaftung im Bus führte zu einem Bus-Boykott der schwarzen Bevölkerung, der über ein Jahr anhielt, bis das Gesetz über die räumliche Trennung von Schwarzen und Weißen im Bus aufgehoben wurde.

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    Die Schüler_innen der Karoline Kaspar-Schule in Freiburg machen ein Hörstück aus der Geschichte von Rosa Parks und ihrem NEIN und darüber, was wir von ihr lernen können. Im Hörstück setzen wir uns mit dem Thema Rassismus und Ausgrenzung auseinander. Es geht um den Mut, sich mit anderen zusammen zu tun, um Ungerechtigkeiten zu überwinden.

    Hörstück nach Vorlage des Kinderbuchs: DER BUS VON ROSA PARKS von Fabrizio Silei und Maurizio A.C. Quarello mit freundlicher Genehmigung des Verlags Jacoby und Stuart in Berlin.

    Textbearbeitung: Jenny Warnecke
    Regie: Nic Reitzenstein
    Aufnahme: Citysound Studio

    Danke an die Sparkasse Nördlicher Breisgau für die finanzielle Unterstützung.

    Holbeinpferdchen-Stencil von Jenny Warnecke Freiburg Dezember 2015
  • Sexxonautix Ein antiheteronormatives Delirierspiel als musikalische Resignifizierung der Lust

    Ein Wesen landet auf dem heteronormativen Planeten Erde und schaut durchs Schlüsselloch. Suchend watet es durch die Außerdems – rechts und links der bipolaren Weltaufteilung und nähert sich einem Liebessubjekt mit dem eine körperliche Verschmelzung möglich wird. Dieses Subjekt bringt die Annäherung auf die Formel „Geben und Hingeben“ und philosophiert über Lust-freisetzende Anziehungskräfte. Als digitaler Androidenseismograph kartografiert es den Liebesleib. Gezuckert wird das Begehren mit glamourösen Versatzstücken aus nackten Körperteilen, klugen Klängen und schlichter Wolllust. Die Vereinigung dieser intergalaktischen Affäre führt direkt zurück zum Urknall.

    Sexxonautix - Hörstück 2016

    Das Hörstück Sexxonautix wurde auf den 14. Leipziger Hörspielsommer am 8. Juli 2016 um 18.30 Uhr präsentiert.
    Hier gehts zur Ankündigung: Sexxonautix

    Stimme: Nic* Reitzenstein
    Text: Jenny Warnecke & Nic* Reitzenstein
    Beatbox: Burkhard Finckh