Artikel dieser Rubrik

  • Hanns Kayser auf der Flucht Eine wahre Lügengeschichte

    Das Theaterkollektiv RaumZeit aus Freiburg schreibt und inszeniert eigene Stücke. Nic* Reitzenstein und Gäste singen, rappen und erzählen Geschichten, die im konventionellen Theaterbetrieb zu wenig Platz haben wie die Suche nach Identität außerhalb der vorgegeben binären Geschlechternormen oder andere Zeitreisen. Radikal. Poetisch. Minimalistisch.

    18. November 2018 um 18.30 Uhr in der Passage 46 Theater Freiburg
    In Kooperation mit Kopfstand / FrauenRaum Freiburg (VVK Theater Freiburg 10€ Eintritt) Bertoldstraße 46, 79098 Freiburg

    "Hanns Kayser auf der Flucht - eine wahre Lügengeschichte"
    Rezension "Innen drin war gar nichts rau" in der Badischen Zeitung vom 7. Juli 2018 von Marion Klötzer

    "Der Ast ist mir entwichen, darauf ich ruhen soll." (Volkslied "Ich armes Käuzlein, kleine" 1549)

    Im 16. Jahrhundert entschließt sich Agatha Dietzschin als Mann zu leben. Eine gängige Form für Frauen dieser Zeit, um ein autonomes Leben zu führen und der Armut zu entkommen. Dabei ist die Gefahr der Enttarnung groß und die Strafen für dieses "Vergehen" sind drakonisch. Agatha nimmt den Namen Hanns Kayser an und zieht als Wanderarbeiter durchs Freiburger Umland. Durch die Liebesgeschichte mit der Bauerntochter Anna Reulin wird das Leben sicherer und durch die daraus entstandene Hochzeit scheint die Tarnung perfekt...

    Den Stoff - spannend wie ein Krimi - rekonstruiert das Theaterkollektiv RaumZeit nach der Vorlage von Originaldokumenten aus den Gerichtsakten von 1548 des Freiburger Stadtarchivs in Kooperation mit der Feministischen Geschichtswerkstatt. Dabei wird das Thema für die Bühne dramatisiert und mit unserem heutigen Verständnis von Identitäten in den Blick genommen.
    "Ist nicht jeder Mensch wie ein Grashalm auf eigenem Stiel? Alle grün auf den ersten Blick. Aber wenn du am Rand der Wiese sitzt merkst du: Alle sind verschieden und keiner fragt: ’Bist du arm oder reich? Bist du frau oder man?’ Ich bin Hans Kayser. Grün wie ein Grashalm." Schauspiel: Nic* Reitzenstein und Lena Drieschner.
    Das Stück wird kollektiv geschrieben von Jenny Warnecke, Lena Drieschner und Nic* Reitzenstein nach den Quellen der Criminalia von 1548 aus dem Stadtarchiv Freiburg. Unter Mitarbeit der Bordhistorikerin Birgit Heidtke.

    Stückdauer eine Stunde.

    In Kooperation mit dem Zentrum für Anthropologie und Gender Studies und der FemWerkstatt. Wir danken der Baden-Württemberg-Stiftung, der INTA-Stiftung, dem Kulturamt Freiburg und der Sparkasse für die Förderung, sowie dem Caffé Biciletta in der Brombergstraße 17 in Freiburg!

    Eine Produktion des Theaterkollektiv RaumZeit
    Schauspiel: Nic* Reitzenstein und Lena Drieschner
    Regie: Nic* Reitzenstein und Lena Drieschner
    Text: Lena Drieschner, Jenny Warnecke und Nic* Reitzenstein
    Projektleitung, Kostüme, Perücke, Licht und Technik: Jenny Warnecke
    Bordhistorikerin: Birgit Heidtke

    mehr Informationen

    Premiere im Literatursommer 2018
    "Hanns Kayser auf der Flucht - Eine wahre Lügengeschichte"

    Do 05. Juli 2018 um 20 Uhr Peterhofkeller, Niemensstraße 10, 79098 Freiburg
    Sa 07. Juli 2018 und
    So 08. Juli 2018 jeweils um 20 Uhr im Peterhofkeller, Niemensstraße 10, 79098 Freiburg


    Foto: Severine| Slow Club

    30. September 2018 um 21 Uhr im Slow Club in der Haslacherstraße 25, 79115 Freiburg

  • Café Jenseits Aufbruch zur Unmöglichkeit

    Nic* Reitzenstein als Else Lasker-Schüler | Prinz Jussuf in "Café Jenseits - Aufbruch zur Unmöglichkeit" Foto: J. Rohrbacher

    Eine Kooperation mit Theater R.A.B.

    18. November 2018 Lesung aus "Café Jenseits" Lokremise St. Gallen
    19. November 2018 "Café Jenseits" Lokremise St. Gallen
    20. November 2018 "Café Jenseits" Lokremise St. Gallen
    21. November 2018 "Café Jenseits" Lokremise St. Gallen

    Mi 30. Januar 2019 "Café Jenseits" Chur
    Do 31. Januar 2019 "Café Jenseits" Chur

    Erster Teil der Trilogie
    1918-20: Breaking the Pattern - Eine Begegnung mit der Zeit davor

    Vier Seelen treffen sich in einem sonderbaren Café im Nirgendwo. Vier Künstler_innen, die die Kunst entscheidend beeinflusst haben, streiten über die Bedeutung ihres Schaffens. Dada, Expressionismus, Bauhaus, Monte Verità… was haben diese bahnbrechenden Kunstrichtungen der Welt wirklich gebracht? Und… was ist überhaupt der Mensch?
    In einer Zeit, in der die Gesellschaft sich nach einer Erneuerung sehnt und mehrere Kräfte versuchen, die Richtung vorzugeben, ist ein Rückblick in die 20er Jahre – das Ende des Ersten Weltkriegs und die massive Umwandlung der Gesellschaft – auf jeden Fall wert.
    Café Jenseits: eine hypersurrealistische Mischung aus Damals und Jetzt, in dem vier historische Persönlichkeiten – Else Lasker-Schüler, Ernst Toller, Sophie Taeuber-Arp und Oskar Schlemmer – sich mit ihrer künstlerischen Existenz auseinandersetzen.

    Mit: Franziska Braegger als Sophie Taeuber-Arp, Len Shirts als Ernst Toller, Jonas Schütte als Oskar Schlemmer und Nic* Reitzenstein als Else Lasker-Schüler | Prinz Jussuf

    Endregie: Brian Lausund
    Textdramaturgie: Jenny Warnecke
    Regieassistenz: Jula Bruckbauer & Organisation
    Bühne: Werner Klaus
    Kostüme: Susanne Kloiber
    Masken und Puppen: Len Shirts
    Schlemmer-Figuren: Gabriele Jost

    Collage: Len Shirts | Theater R.A.B.
    Pressefotos: Jennifer Rohrbacher

    mehr Informationen

    "Café Jenseits - Aufbruch zur Unmöglichkeit"
    Uraufführung in Kooperation mit Theater R.A.B.
    Mi 31. Oktober 2018 "Café Jenseits" E-Werk Freiburg 20.30 Uhr
    Fr 02. November 2018 "Café Jenseits" E-Werk Freiburg 20.30 Uhr
    Sa 03. November 2018 "Café Jenseits" E-Werk Freiburg 20.30 Uhr
    Sa 04. November 2018 "Café Jenseits" E-Werk Freiburg 19.30 Uhr

    Mi 07. November 2018 "Café Jenseits" Tojo, Ch-Bern
    Do 08. November 2018 "Café Jenseits" Tojo, Ch-Bern
    Fr 09. November 2018 "Café Jenseits" Tojo, Ch-Bern
    Sa 10. November 2018 "Café Jenseits" Tojo, Ch-Bern
    jeweils 20 Uhr

  • Spur der Anderen Eine urbane Robinsonade

    Wir finden Sprachspuren auf dem zubetonierten Sand einer robinsonesken Figur, die mit Blick auf die eigenen Ressourcen immer wieder neu überlegt: Wer ist ich? Die Neuerfindungen vollziehen sich in einer zaghaften Selbstbefragung und oszillieren als poetisierte Einsamkeitserfahrung zwischen dem motorisierten Wellengeräusch des Verkehrs und hinter dem urbanen Häuserdachhorizont. Überall verfolgt uns der Fußabdruck der Anderen, der am Ende vielleicht doch dem eigenen Fuß gehört. Nach Motiven aus "Die Spur des Anderen" von Patrick Chamoiseau, Wunderhorn Verlag in der Übertragung aus dem creolischen Französisch von Beate Thill.

    Schauspiel: Nic* Reitzenstein
    Musik und Komposition: Burkhard Finckh aka Charlie Fonk
    Percussion: Francesca Santangelo
    Text: Jenny Warnecke
    Fotos: James Tutor

    Uraufführung
    Do 15. März 2018 "Spur der Anderen" U.G.L.E., Hildastraße 17, Freiburg
    Fr 16. März 2018 "Spur der Anderen" U.G.L.E., Hildastraße 17, Freiburg
    Sa 17. März 2018 "Spur der Anderen" U.G.L.E., Hildastraße 17, Freiburg

  • Prinzip Katamaran und andere Identitäten

    AKTUELL: Vorstellungen "Prinzip Katamaran und andere Identitäten"

    13. Oktober 2018 "Prinzip Katamaran" SP!T in der Erlenstr. 44, 4058 Basel, Schweiz
    Mit Nic* Reitzenstein (Schauspiel) und Jenny Warnecke (Soundeinspielungen und Technik)
    In Kooperation mit Tritta e.V., finanziert durch die Hannchen Mehrzweck-Stiftung in Berlin.

    Produktion: Theaterkollektiv RaumZeit
    Schauspiel & Regie: Nic* Reitzenstein
    Musik: Charlie Fonk
    Text: Jenny Warnecke

    Prinzip Katamaran erzählt die Geschichte von Toni Silberstein, die sich weigert in die Schublade geschlechtlicher Zuschreibungen gesteckt zu werden. Schon als Kind mit dem Unverständnis ihrer Umwelt konfrontiert, erschafft sie sich trotzig eine eigene Identität als Gnoi - ein Wesen, das immer wieder in irrwitzig-skurrile bis tieftraurige Alltagssituationen gerät, die mit Livemusik und Slapstick untermalt werden.

    Das Stück ist der Monolog einer Figur, die sich weder als Frau noch als Mann versteht und sich als Zwischenwesen konstruiert: ein „Gnoi“. Das ist neu. Aus seiner Heimat Gnoien ausgewandert lebt er nun in Katamaranien. In Gnoien wurde zwischen „Lautstimmlern“ und „In-die-Luft-Guckern“ unterschieden. Die Welteinteilung in Katamaranien ist nach dem Prinzip des Katamarans bipolar organisiert: Frau vs. Mann, Nacht vs. Tag usw. Die Identitätssuche des Gnois befindet sich im Dazwischen der Geschlechter und im Grau der Dämmerung, dem luftleeren Nichts zwischen diesen beiden stabilen Rümpfen des schwebenden Schiffskörpers. Da die neue Welt keine Angebote für diese andere Kategorie der Identität bietet, muss sich der Gnoi selbst erfinden.

    TRAILER

    PRESSE Badische Zeitung vom 22. November 2016
    "Wider die Zuschreibungen" von Heidi Ossenberg

    mehr Informationen

    Das Stück verhandelt die Selbstbehauptung innerhalb der kulturellen Vorgaben des neuen Ortes – auf eine amüsant-melancholische Weise der Selbst-beobachtung.

    Heimat ist nicht Herkunft, sondern die Utopie:
    Heimat ist dort, wo ich verstanden und gesehen werde.

    Neu ist die Vermittlung von queeren Inhalten in einer eingängigen Sprache: Das Stück führt verspielt an das Thema sexuelle Identitäten und Migration heran, über das Mittel der Empathie. Durch die Kombination des einfachen Spiels mit musikalischer Kommunikation entsteht eine wohnzimmermäßige Nähe, in der sich das Publikum dem Thema Fremdsein in Geborgenheit nähern kann. Durch das slapstickhafte Schauspiel können Seh-, Sprach und Denkgewohnheiten im Lachen der Selbsterkenntnis neu justiert werden.

    Radiointerview zum Nachhören mit Nic* Reitzenstein und Jenny Warnecke am 7. Juni 2016 im Radio Dreyeckland. Interview LaRadio: Eva Gutensohn

    Abgespielte Termine

    Das Stück "Prinzip Katamaran und andere Identitäten" erlebte am 8. Juni 2016 in Freiburg seine Uraufführung im Rahmen des Literatursommers 2016 der Baden-Württemberg-Stiftung. Weitere Aufführungen am 9. und 10. Juni 2016.

    13. Oktober 2018 "Prinzip Katamaran" SP!T in der Erlenstr. 44, 4058 Basel, Schweiz

    17. und 18. November Peterhofkeller Freiburg in Kooperation mit der Universität.
    Do 2. Februar 2017 um 11.35 Uhr Erasmus Gymnasium Denzlingen

    Fr 10. Februar 2017 um 19.30 Uhr im U.G.L.E., Hildastraße 17, 79102 Freiburg Wiehre im Rahmen des Gender-Symposiums mit Workshop am Sa 11. Februar von 11-13 Uhr in Kooperation mit Tritta e.V.

    Sa 11. März 2017 um 19.30 Uhr in der Aula der Gertrud Luckner Schule
    in Kooperation mit den Unabhängigen Frauen Freiburgs

    Fr 14. April 2017 um 21 Uhr Slow Club Freiburg ab 0 Uhr DJ Fonk

    Wegen Krankheit ausgefallen:

    Sa 24. Juni um 18 Uhr Brombergstraßenfest Freiburg

    Fr 28. und Sa 29. Juli 2017 Theaterzelt Comoedia Mundi in Frankfurt am Schaumainkai Höhe Filmmuseum jeweils 20.30 Uhr mit Musik von DJ Fonk im Anschluss
    "Tangentenfestival" des Zelttheaters Comoedia Mundi

    Stattgefunden:
    Mo 23. Oktober 2017 um 18 Uhr in der Pädagogischen Hochschule in Kooperation mit Tritta e.V.

    Di 19. Dezember 2017 Stelle Gender Mainstreaming der Stadt Freiburg im Breisgau (interne Veranstaltung) des Rathaus Stadt Freiburg mit Intendant Peter Carp und OB Dieter Salomon

    Mi 31. Januar 2018 "Prinzip Katamaran und andere Identitäten" in der Berufsschule Freiburg, Bissierstraße 17 um 11 Uhr in der Aula

    Do 01. Februar 2018 "Prinzip Katamaran und andere Identitäten" in der Berufsschule Freiburg, Bissierstraße 17 um 11 Uhr in der Aula

    "Prinzip Katamaran" auf dem OPEN OHR Festival 2018 Zitadelle in Mainz am 19. Mai 2018 um 12 Uhr

    Mo 23. Juli 2018 Waldorfschule Freiburg, Schwimmbadstraße, Aula um 9.30 Uhr