AKTUELL: Vorstellungen "Prinzip Katamaran und andere Identitäten"

19. Mai 2018 Open Ohr Festival Mainz

Produktion: Theaterkollektiv RaumZeit
Schauspiel & Regie: Nic* Reitzenstein
Musik: Charlie Fonk
Text: Jenny Warnecke

Prinzip Katamaran erzählt die Geschichte von Toni Silberstein, die sich weigert in die Schublade geschlechtlicher Zuschreibungen gesteckt zu werden. Schon als Kind mit dem Unverständnis ihrer Umwelt konfrontiert, erschafft sie sich trotzig eine eigene Identität als Gnoi - ein Wesen, das immer wieder in irrwitzig-skurrile bis tieftraurige Alltagssituationen gerät, die mit Livemusik und Slapstick untermalt werden.

Das Stück ist der Monolog einer Figur, die sich weder als Frau noch als Mann versteht und sich als Zwischenwesen konstruiert: ein „Gnoi“. Das ist neu. Aus seiner Heimat Gnoien ausgewandert lebt er nun in Katamaranien. In Gnoien wurde zwischen „Lautstimmlern“ und „In-die-Luft-Guckern“ unterschieden. Die Welteinteilung in Katamaranien ist nach dem Prinzip des Katamarans bipolar organisiert: Frau vs. Mann, Nacht vs. Tag usw. Die Identitätssuche des Gnois befindet sich im Dazwischen der Geschlechter und im Grau der Dämmerung, dem luftleeren Nichts zwischen diesen beiden stabilen Rümpfen des schwebenden Schiffskörpers. Da die neue Welt keine Angebote für diese andere Kategorie der Identität bietet, muss sich der Gnoi selbst erfinden.

TRAILER

PRESSE Badische Zeitung vom 22. November 2016
"Wider die Zuschreibungen" von Heidi Ossenberg

Das Stück verhandelt die Selbstbehauptung innerhalb der kulturellen Vorgaben des neuen Ortes – auf eine amüsant-melancholische Weise der Selbst-beobachtung.

Heimat ist nicht Herkunft, sondern die Utopie:
Heimat ist dort, wo ich verstanden und gesehen werde.

Neu ist die Vermittlung von queeren Inhalten in einer eingängigen Sprache: Das Stück führt verspielt an das Thema sexuelle Identitäten und Migration heran, über das Mittel der Empathie. Durch die Kombination des einfachen Spiels mit musikalischer Kommunikation entsteht eine wohnzimmermäßige Nähe, in der sich das Publikum dem Thema Fremdsein in Geborgenheit nähern kann. Durch das slapstickhafte Schauspiel können Seh-, Sprach und Denkgewohnheiten im Lachen der Selbsterkenntnis neu justiert werden.

Radiointerview zum Nachhören mit Nic* Reitzenstein und Jenny Warnecke am 7. Juni 2016 im Radio Dreyeckland. Interview LaRadio: Eva Gutensohn

Abgespielte Termine

Das Stück "Prinzip Katamaran und andere Identitäten" erlebte am 8. Juni 2016 in Freiburg seine Uraufführung im Rahmen des Literatursommers 2016 der Baden-Württemberg-Stiftung. Weitere Aufführungen am 9. und 10. Juni 2016.

17. und 18. November Peterhofkeller Freiburg in Kooperation mit der Universität.
Do 2. Februar 2017 um 11.35 Uhr Erasmus Gymnasium Denzlingen

Fr 10. Februar 2017 um 19.30 Uhr im U.G.L.E., Hildastraße 17, 79102 Freiburg Wiehre im Rahmen des Gender-Symposiums mit Workshop am Sa 11. Februar von 11-13 Uhr in Kooperation mit Tritta e.V.

Sa 11. März 2017 um 19.30 Uhr in der Aula der Gertrud Luckner Schule
in Kooperation mit den Unabhängigen Frauen Freiburgs

Fr 14. April 2017 um 21 Uhr Slow Club Freiburg ab 0 Uhr DJ Fonk

Wegen Krankheit ausgefallen:

Sa 24. Juni um 18 Uhr Brombergstraßenfest Freiburg

Fr 28. und Sa 29. Juli 2017 Theaterzelt Comoedia Mundi in Frankfurt am Schaumainkai Höhe Filmmuseum jeweils 20.30 Uhr mit Musik von DJ Fonk im Anschluss
"Tangentenfestival" des Zelttheaters Comoedia Mundi

Stattgefunden:
Mo 23. Oktober 2017 um 18 Uhr in der Pädagogischen Hochschule in Kooperation mit Tritta e.V.

Di 19. Dezember 2017 Stelle Gender Mainstreaming der Stadt Freiburg im Breisgau (interne Veranstaltung) des Rathaus Stadt Freiburg mit Intendant Peter Carp und OB Dieter Salomon

Mi 31. Januar 2018 "Prinzip Katamaran und andere Identitäten" in der Berufsschule Freiburg, Bissierstraße 17 um 11 Uhr in der Aula

Do 01. Februar 2018 "Prinzip Katamaran und andere Identitäten" in der Berufsschule Freiburg, Bissierstraße 17 um 11 Uhr in der Aula

"Prinzip Katamaran" auf dem OPEN OHR Festival 2018 Zitadelle in Mainz am 19. Mai 2018 um 12 Uhr